World of Beagle
Nützliches und Wissenswertes rund um den Beagle.
 

BeagleDer Beagle ist die perfekte Haushaltshilfe. Er findet zuverlässig zu jeder Tages- und Nachtzeit alle Krümel und Kekse, die unter, und natürlich auch auf, dem Tisch unaufgeräumt liegengeblieben sind. Von Vorteil ist dabei seine maximale Größe von 42cm. Er kann sich erstaunlich verrenken, um auch den kleinsten Krümel unter dem Schrank zu erreichen. Falls ihm dies in seltenen Fällen nicht gelingt, so hat er eine äußerst effektive Waffe, um Frauchen oder Herrchen aus mehreren Kilometer Entfernung über die missliche Lage zu informieren- das Geläut. Gemeint ist damit das unverkennbare Geheul und Gezeter des Beagles, welches er in den unmöglichsten Lagen effektiv einsetzt.

 

Verhalten im Haus:

Verstreute Gegenstände wie Schuhe, Taschen, Handys und Kleinmöbel, werden ohne zu zögern in das Körbchen getragen und auf eventuelle Schwachstellen hin eingehenst untersucht. Gegenstände die Schwachstellen aufweisen werden umgehend- reine Sicherheitsmaßnahme- verzehrt. Gegenstände die keine Schwachstelle aufweisen werden a) solange bearbeitet bis sie Schwachstellen aufzeigen, daraufhin folgt obiges Handeln oder b) im Garten verbuddelt bis der natürliche Zersetzungsprozess Schwachstellen entstehen lässt. Danach wird nach a) verfahren.

Gut zu kontrollieren sind für Frauchen und Herrchen die Stellen an denen sich Herr oder Frau Beagle zu schaffen gemacht haben. Züchter haben sich als Kontrollinstrument die Dreifarbigkeit einfallen lassen.

 Beispiel: Herr Beagle verrät seinen unerlaubten Besuch auf der weißen Couch durch schwarze und braune Härchen, die sich  präzise in den Stoff bohren und auch mit größtem Aufwand nicht zu entfernen sind. Oder: Frau Beagle windet sich vom Kofferraum unter größte Geschick auf den Beifahrersitz, während der Dosenöffner Hundefutter kauft. Er verrät sich durch die weißen Härchen auf  den schwarzen Sitzen, die den Wiederverkaufswert des Neuwagens innerhalb von zwei Minuten um 3000 Euro sinken lässt. Denn natürlich geht der Beagle dank seines Dickkopfes immer den direkten Weg und „klettert“ durch, und nicht über den Sitz. Auf diese Art kann er auch seine angeborene Neugierde befriedigen und endlich den Inhalt der Rücksitzbank eingehenst inspizieren. Kommt Frauchen dann vom Einkauf zurück, ist nicht nur der Wagen demoliert, nein, sie muss unter größter Sorge zum Tierarzt fahren, der natürlich schon geschlossen hat und 100% Zuschlag verlangt, da der Hund würgt und hustet und weißen Schaum um das Maul hat. Der Tierarzt stellt dann fest, dass der Hund einen Wattefussel vom Rücksitz verschluckt hat und dies den Hustenreiz auslöst und der weiße Schaum von der Verpackung Zitronenbonbons rührt, welche der Beagle sich als Belohnung für den Kampf mit der Rücksitzbank in Selbstbedienung aus dem Handschuhfach geholt hat.

Auch Tascheninhalte werden regelmäßig auf leicht verderbliche Lebensmittel hin inspiziert und, bei Bedarf, werden diese gleich vernichtet- reine Sicherheitsmaßnahme! Frauchen oder Herrchen könnten sich ja an einem alten Müsliriegel den Magen verderben. Vorhandenes Verpackungsmaterial wird natürlich mit gefressen, wie leicht könnte jemand an einem ausgelutschten Bonbonpapier ausrutschen, das weiß der Beagle zu verhindern.

 

Verhalten außer Haus:

Auch bei Spaziergängen zeigt sich der Beagle von seiner besten Seite!

 Leint man ihn ab, untersucht er das Gelände in einem Radius von gefühlten 10 und reellen 20km, auf mögliche Bedrohungen durch Kaninchen und Rehe. Findet der Beagle eines dieser sehr gefährlichen Wildtiere, so lässt er sich es nicht nehmen und gibt seinem Besitzer unverzüglich durch ein über Kilometer hinweg schallendes Jagdheulen den genauen Standpunkt der Bedrohung an.


Unterbricht der Besitzer diesen Vorgang nicht souverän, so nimmt der Beagle die Sache selbst in die Hand und versucht durch gezieltes Jagen, das gefährliche Wild zu vertreiben. Je nach Größe und Gefährlichkeit des Wildes, dauert diese Sicherheitsmaßnahme zwischen 5 und 50 Minuten. In seltenen Fällen, kann es mehrere Tage dauern, bis der Beagle das Gebiet gesäubert hat und unverzüglich zu seinem Besitzer zurückkehrt. (Bitte immer die Nummern der Tierheime des Landkreises zur Hand haben!)

Begegnet er bei diesen Streifzügen Spaziergängern so macht sich der sehr differente Charakter der Hunde bemerkbar.

 

Der Unnachgiebige. Er ignoriert den Spaziergänger und dessen „Ah“ und „Oh“- Rufe und geht seiner Aufgabe stringent nach. Trifft man auf einen solchen Hund, sollte man in eine sichere Position gehen (leicht in die Knie, Gewicht nach vorne verlagern), denn der Beagle konzentriert sich derart auf die Spur, dass er auch nicht davor scheut, gegen die Schienbeine des im Weg- Stehenden zu sausen.

 

Der Unkonzentrierte. Er lässt sich leicht von jeglichen Umwelteinflüssen wie Katzen, Vögeln oder Erbrochenen ablenken und verweilt an der momentan interessantesten Stelle. Dieses Verhalten ist als sehr problematisch einzustufen. Aus dem Radius von 20km kann sich so leicht ein noch größerer ergeben. Der Beagle lässt sich von Abenteuer zu Abenteuer gleiten und verliert hoffnungslos die Orientierung. Hierbei ist von Vorteil, dass der Beagle im Allgemeinen sehr robust ist und sich von Beeren ernährend auch einige Tage und sogar Wochen im Wald verweilen kann.

 

Der Rowdy. Der nutzt jede Gelegenheit zu pöbeln und somit wird der sonntägliche Spaziergänger oft und wildem Indianergeheul aus dem Wald getrieben. Widerstand zwecklos. Sollte der Betroffene sich wehren scheut der Beagle nicht davor, durch gezieltes Attackieren der Knöchelregion den Spaziergänger a) zu Fall zu bringen um ihn dann b) direkt ins Ohr heulen zu können oder c) mit Stolz erhobenen Haupt zu Frauchen oder Herrchen zurückzutraben um sich die verdiente Belohnung abzuholen. Frauchen oder Herrchen dürfen sich dann d) glücklich schätzen eine gute Haftpflichtversicherung ohne (!) Selbstbeteiligung abgeschlossen zu haben.

Alles in allem verpasst der Beagle keine Gelegenheit sein Frauchen oder Herrchen bis auf die Unterwäsche zu blamieren. Beliebt ist auch die Verschönerung von „Och ist der süß“ rufenden Frauen im Oberschenkelbereich durch Pfotenabdrücke, das Klauen von Keksen aus kleinen klebenden Kinderhänden die aus dem Kinderwagen hängen oder das Abwischen von langen Sabberfäden an der Hose des Tischnachbarn im Restaurant der gerade ein herrlich riechendes Steak verdrückt.

 

Familientauglichkeit:

Der Beagle liebt Kinder über alles. Ungeklärt ist jedoch die Ursache, welche in einer Art Symbiose aus Kind und Beagle liegen muss. Hunde macht mehr Unordnung und Dreck als Kind – Kind wird von Mama sehr geliebt. Kind liefert dafür einen schier nie endenden Vorrat an Essensresten – Kind wird von Mama noch mehr geliebt da es scheinbar immer aufisst! Ergo lieben Kinder Beagle und Beagle Kinder.

 

Beagle und Kleintiere:

Erstaunlicherweise gibt es auch Symbiosen zwischen Beagle und Katze. Die Grundlage dafür entbehrt aber jeglicher Logik und Bedarf einer eingehenden wissenschaftlichen Untersuchung. Biologiestudenten die auf der Suche nach einem Thema für die Dissertation sind wenden sich bitte an den W.O.B, es liegen einige Untersuchungsobjekte vor.

Alles in allem kann man durchaus behaupten, dass der Beagle ein sehr zuverlässiger Kamerad und Freund ist, der Frauchen und Herrchen zu absoluter Ordnung anhält und seiner Aufgabe- dem Jagen- in meisterhafter Konsequenz nachgeht.

Mehr Informationen zum Thema Beagle, findet ihr in unserem kostenlosen Beagleforum  oder in der WOB CiTY.